Gut, dass ich letztens ein langes freies Wochenende hatte, die Erholung, die ich da bekommen habe, kann ich jetzt nämlich gut gebrauchen! Wir haben nämlich in der Firma vor zwei Tagen eine Großbestellung hereinbekommen, die auch noch schnellstmöglich bearbeitet werden muss, sodass ich gestern und heute Überstunden gemacht habe und jetzt richtig müde und kaputt bin. Hoffentlich werde ich nicht krank. Das wäre ärgerlich. Ich könnte zwar zuhause bleiben (je nachdem, natürlich) aber was habe ich davon? Da mache ich noch lieber Überstunden. Manchmal glaube ich, meine Schwester hat Recht, wenn sie mir sagt, dass ich dringend eine Freundin brauche.
Großauftrag
3. Januar 2012Arbeit hat mich wieder
30. Dezember 2011Aber jetzt muss ich wieder arbeiten. Auch wenn ich unzufrieden mit meinem Job bin und mich nach einer Neuorientierung sehne, wird das wahrscheinlich erst einmal so bleiben. Ich arbeite ja in der CD Produktion. Eigentlich ist CD Produktion nicht uninteressant, es ist einfach nur so, dass es immer das Gleiche ist. Die einzelnen Arbeitsschritte bei der CD Produktion wiederholen sich immer wieder und immer wieder. Selten gibt es mal eine Neuorientierung oder eine Ausnahme. Komischerweise haben all meine Freunde damals nach der Schule irgendwas richtig Gutes gelernt oder etwas sehr Innovatives – nur ich bin in einem ganz normalen, technischen Beruf gelandet. Ich bin zwar einerseits auf der positiven Seite, weil ich mit CD Produktion ordentlich verdiene und zudem einen sicheren Job habe, zum anderen aber eben wenig Individualität in meinem Job gefragt ist. Wo sollte man die bei der CD Produktion auch zeigen? Die meisten Menschen, die ich kennenlerne, sind auch zuerst irritiert, wenn ich ihnen von meinem Job erzähle, weil sie sich darunter gar nichts Richtiges vorstellen können. Dann erkläre ich ihnen, was es mit CD Produktion auf sich hat und am Ende sind sie meistens schlauer, wenn auch nicht interessiert. Naja, man kann nicht alles im Leben haben.
Alles war etwas anders
26. Dezember 2011Es war alles etwas anders als früher, aber dieser Wochenendausflug, den ich ja letztes Mal angekündigt hatte, hatte trotzdem seine ganz eigene Magie. Meine Schwester hat ihren Mann mitgenommen und ihre zwei Kinder, mein Bruder und ich waren allein, aber trotzdem waren wir zu viele, sodass wir mit zwei Autos fahren mussten. Das war nur die erste Veränderung. Dass „Fremde“ dabei waren, die die Zeit damals nicht mit den „Eingeweihten“ geteilt haben, hat alleine an sich schon für ein verändertes Grundgefühl gesorgt. Aber schlimm war es nicht, wirklich nicht. Wir hatten das ganze Wochenende ziemlich gutes Wetter und deswegen einen Mordsspaß. Auch wenn wir eigentlich mittlerweile alle zu alt dafür sind, sind wir jeden Tag baden gegangen und haben uns insgesamt aufgeführt, als wären wir zwanzig Jahre jünger (was vielleicht auch an der Gegenwart von zwei kleinen, drei und fünf Jahre alten Jungen, gelegen hat). Das Wochenende hat sich gelohnt.
Wochenendausflug
21. Dezember 2011Meine Mutter feiert am kommenden Wochenende ihren 60. Geburtstag und hat sich gewünscht, dass wir drei Kinder zusammen mit ihr und meinem Vater einen Wochenendausflug machen. Früher, als wir noch klein waren, hat mein Vater uns am Wochenende regelmäßig in seinen alten, klapprigen VW gepackt und die freie Zeit dazu genutzt, mit uns am Meer zu campen. Das waren wunderbare Zeiten, wir hatten so viel Spaß miteinander. Als wir größer wurden, haben wir das natürlich irgendwann nicht mehr gemacht. Andere Sachen waren wichtiger, Freunde, die erste große Liebe, der Sport, Parties, so etwas. Aber ein Teil von mir –und ich weiß, dass es den anderen auch so geht- hat diese Zeit immer vermisst und wird sie wahrscheinlich auch immer vermissen. Es war einfach ein großer, bedeutender Zeitraum unserer Kindheit, den wir damit verbracht haben, Stunden übers Land fahrend, im Meer badend und Essen vom Campingkocher genießend. Das sind schöne Erinnerungen!
